Siezen, duzen und Genderstrategie

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Liebe Patienten, liebe Klienten, liebe Interessenten,

In der letzten Zeit ist viel passiert, nicht nur ganz allgemein in der Welt, sondern auch in meiner Praxis. Speziell in meiner Praxis ist mir aufgefallen, dass das Durchschnittsalter meiner Patienten und Klienten deutlich gesunken ist. Diese Veränderung führte dazu, dass ich mir über mein Wording Gedanken machen musste, denn ich merkte, dass mich die Frage nach der richtigen Anrede, zunehmend vom Schreiben abhielt.

Natürlich könnte ich meine Wortwahl einfach ändern. Aber, da ich mir für meinen Blog und meine Praxis-Website unterschiedliche Strategien überlegt habe, habe ich das Bedürfnis, meine Gedanken dazu einmal mitzuteilen und zu erklären.

 

Siezen und Duzen

Bisher habe ich konsequent im Blog und auf der Homepage die Sie-Form gewählt. Da die Webseite eher informativ und sachlich ist, werde ich das dort auch so beibehalten. Der Blog ist allerdings schon etwas persönlicher und ich möchte ihn an das sinkende Durchschnittsalter meiner Patienten und Klienten anpassen. Daher werde ich ab sofort die Du-Form wählen, um dich als Leser meines Blogs anzusprechen. Ebenso biete ich jedem in meiner Praxis das Du an, der ungefähr im gleichen Alter oder jünger ist. Der Höflichkeit halber werde ich dies bei meinen älteren Patienten jedoch nicht tun. Schließlich bin ich gut erzogen und weiß, was sich gehört. Aber ich freue mich natürlich, wenn meine älteren Patienten mir das Du anbieten.

 

Genderstrategie

Hiermit schließe ich den Kreis, von den Veränderungen in meiner Praxis, zu den Themen in der Welt da draußen. Denn bei zunehmend jüngerem Publikum ist auch das Gendern ein Thema, mit dem ich mich auseinandergesetzt habe. Allem voran möchte ich einmal ganz deutlich klarstellen, dass ich grundsätzlich jeden und jede anspreche, der oder die sich für das, was ich schreibe, interessiert. Aber auch ich bin nur ein Mensch, und so braucht auch bei mir jede Umstellung ein wenig Zeit. Ich bedanke mich also vorsorglich schon mal für deine Geduld.

 

Unsere Sprache lebt

Latein ist eine tote Sprache, hier wird sich niemals irgendetwas verändern oder modernisiert werden. Deutsch ist aber nicht tot, Deutsch lebt. Genauso wie die Menschen, die unsere Sprache sprechen. Und ob wir wollen oder nicht, dadurch wird sich unsere Sprache fortlaufend an die aktuellen Zeiten anpassen und verändern. Denn Leben heißt Veränderung. Aus meiner Sicht ist es also Energieverschwendung, mich darüber aufzuregen, dass meine Kinder Artikel für überflüssig halten, sie die letzten Buchstaben von Wörtern verschlucken und „yo“ ihre beliebteste Konjunktion ist. Manches davon wird sich wahrscheinlich, als Veränderung und Lebenszeichen unserer Sprache, durchsetzen. Und diejenigen unter uns, die diese Veränderungen nicht mitmachen wollen, werden mit der Zeit, auf ganz natürliche Weise, immer weniger werden.

 

Gendersternchen*innen

Genauso ist es mit dem Gendern. Ich gehe davon aus, dass es sich früher oder später als fester Bestandteil unserer Sprache durchsetzen wird. Daran wird auch ein Verbot nicht langfristig etwas ändern können. Also werde ich auch hier keine Energie aufwenden, um dagegen anzukämpfen, sondern freue mich stattdessen lieber, dass es noch keine Vorgabe gibt, wie man zu gendern hat. Denn Doppelpunkte, Sternchen und Unterstriche mitten im Wort finde ich ziemlich holprig und unschön. Ebenso ist es mir zu mühselig, immer Männlein und Weiblein nacheinander anzuschreiben. Und darüber hinaus ist bei diesen beiden Varianten eine non-binäre Anrede immer noch nicht mit eingeschlossen.

 

Geschlechtslose Endung

Daher habe ich mich entschlossen, es wie die Betreiber meiner Praxissoftware zu handhaben und bei geschlechtsspezifischen Wörtern in Zukunft eine geschlechtslose Wortendung zu wählen. Ich gebe dir da mal ein Beispiel, statt:

– Liebe Patienten, Klienten und Interessenten…

Wird es ab sofort heißen:

– Liebe Patientys, Klientys und Interessentys…

Wie eben schon erwähnt, bedarf dies natürlich einer Umgewöhnung und ich bin gespannt, wie gut es mir gelingen wird. Aber es ist für mich einfach die beste Lösung, da wirklich niemand ausgelassen wird und man den Text trotzdem noch flüssig lesen bzw. schreiben kann.

 

Aufschlussreiche Aussichten zum Schluss

Wenn du bezüglich deiner geschlechtlichen Identifikation noch unentschlossen bist, dich aber gerne entschließen würdest, bietet die transpersonale Kinesiologie tolle Möglichkeiten herauszufinden, was genau du wirklich willst. Die transpersonale Kinesiologie ist eine Coaching-Methode, die das Ziel hat, über den kinesiologischen Muskeltest an Antworten aus allen Ebenen deines Bewusstseins zu gelangen. Also physisch, emotional und mental. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie diese Methode arbeitet und welche Möglichkeiten sie bietet, dann buche dir gerne einen Termin in meiner Praxis. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Herzliche Grüße, dein René